Gigi Giustiniani (Italien)
Ninì
Sprache
Italienisch mit englischen Untertiteln
Dauer
64 min
Regisseur
Gigi Giustiniani (Italien)
Kategorie
Alpinismus & Expeditionen
Auszeichnungen

Kamera Alpin in Gold 2017

Zu diesem Film gehört Mut. Die anrührende Geschichte einer Bergliebe in den 30er Jahren ausschließlich mit Originalmaterial erzählen zu wollen, ist ein gewagtes Abenteuer – aber es gelingt. Mit penibler Vorbereitung und einem präzisen Gefühl für die richtige Präsentation versteht es der Regisseur, Standbilder aus alten Fotoalben zum Leben zu erwecken und im Kopf der Zuschauer eine bewegende Lebensgeschichte entstehen zu lassen. Nini, die am Berg ihren Partner findet, war eine der wenigen Frauen, die sich damals auf den Berg wagten, und dabei mit einer 16mm Kamera ihr Abenteuer drehte. Als wenige Jahre später ihr Partner verunglückte, war das Abenteuer zu Ende, und Nini widmete sich dem Kind der glücklichen Jahre. Erst nach mehr als einem halben Jahrhundert fand der Sohn die alten Materialien und gewann den Regisseur Gigi Giustiniani dafür, die Geschichte filmisch umzusetzen. Das Ergebnis wurde so lebendig, dass sich die Jury beinahe in Nini verliebte. Der Preis in Kategorie A geht an Gigi Giustiniani für die Gestaltung von NINI.

Im Sommer 1932 verliebten sich Gabriele Boccalatte und Ninì Pietrasanta auf dem Weg zum Gipfel des Mont Blanc ineinander. Ninì war eine der ersten weiblichen Alpinistinnen und trug immer eine 16mm Filmkamera bei sich. Als Seilschaft führten sie Buch über ihre zahlreichen gemeinsamen Touren in den Alpen. 1938, nur ein Jahr nachdem ihr gemeinsamer Sohn Lorenzo geboren wurde, verunglückte Gabriele in der Nordwand der Aiguille de Triolet. Nachdem Tod seiner Mutter im Jahr 2000 findet Lorenzo die Filmdokumente seiner Eltern in einer Schachtel und spürt so der Jugend seiner Eltern nach.