Jury

Leo Baumgartner (Österreich)

Der Osttiroler Leo Baumgartner ist Bergführer, Fotograf, Buchautor und Locationscout Mountainsafety. Sein Bezug zu Bergen kommt aus der Jugend auf der Alm, wo es die Einfachheit, die Natur und das Zusammenleben mit dem Wesentlichsten war. Ein 53er, dem es nicht um Rekorde gegangen ist, sondern Herausforderungen. Neugierde, wo es nicht immer bester Fels sein musste. Erstbegehungen von den Dolomiten 7, Eiswasserfälle und Erstbesteigungen in Grönland wie im Tien Shan sind es geworden. Etwas Neues ist immer spannend, was seit 1997 beruflich immer mehr Drehbücher sind, wo es in den Bergen um Dinge geht, worüber ein normaler Mensch nie nachdenken braucht. Was früher Gäste und Bergführeranwärter waren, sind jetzt Filmcrews von 20 bis 350 Leuten. Von der Beratung beim Drehbuch bis zum Schanzenbau, Menschen- und Autoabstürze kann alles dabei sein. Ob bei den Spielfilmen „Sieben Jahre in Tibet“, „König Arthur“, „Nanga Parbat“, „Nordwand“, „Der Bär“, „Das finstere Tal“, „The Grand Budapest Hotel“, für TV oder Werbungen. Seine privaten Aktivitäten am Berg beschränken sich auf Sportklettern, wo mit Freunden in Istrien ein neuer Kletterhotspot um Buzet entstanden ist. 5c bis 8c+, der Fels erste Sahne.

„Die Entwicklung der digitalen Kameratechnik ist für die Bergfilme der größte Gewinn. Ich bin schon gespannt wie viel Emotion und in welche Gegenden sie mich bringen,“ sagt Leo Baumgartner.

Walter Aeschimann (Schweiz)

Walter Aeschimann hat auf dem zweiten Bildungsweg Geschichte und Deutsch studiert sowie ein Nachdiplomstudium in Umweltwissenschaften abgeschlossen. Er wuchs auf dem Bauernhof seiner Eltern auf und finanzierte sich sein Studium als Skibindungsmonteur, Fließbandarbeiter, Alphirt und Sozialarbeiter bevor er zum Journalismus kam. Er arbeitete als Redaktor für das Nachrichtenmagazin FACTS und das Schweizer Fernsehen. Heute lebt und arbeitet er als freier Publizist und Historiker in Zürich. Er ist regelmäßiger Mitarbeiter der Neuen Zürcher Zeitung für Outdoorthemen, textet und fotografiert auch für andere Medien und produziert Filme. Er ist Dozent an der Schweizer Journalistenschule MAZ in Luzern und arbeitet an einer Dissertation. Er schätzt interessante Literatur und gutes Sprechtheater, ausgedehnte Berg- und Radtouren, die sich auch über mehrere Ländergrenzen ziehen können.

Josef (Seppo) Gründler (Österreich)

Seppo Gründler ist 1956 geboren, lebt in Graz und ist Leiter des Master-Studiengangs „Communication, Media, Sound and Interaction Design“ an der FH Joanneum. Er ist Klang- und Medienkünstler, Sounddesigner und „Bastler“ von Software und elektronischen Geräten. Seine Hauptinstrumente sind Gitarre und Computer. Er ist Doktor der Medizin und Visiting Professor für Sound Design an der Donau-Universität Krems, er ist im Vorstand des Instituts für Medienarchäologie und Präsident des Vereins zur Förderung und Verbreitung Neuer Musik. Seit 1982 arbeitet Seppo Gründler im Bereich der Neuen Medien. Er komponierte Musik für Computerspiele, für Theater, Film, Medien und Klanginstallationen. Seine Arbeiten präsentierte er unter anderem auf der Ars Electronica, bei den Wiener Festwochen, beim Steirischen Herbst, bei der Knitting Factory New York, Sonambiente Berlin, Transmediale Berlin, beim City of Women Festival Ljubljana oder bei „Fine senca fine – Venice, Trentino, Budapest, Graz“. Er hat zahlreiche CDs aufgenommen. Seine Hobbies sind Schitourengehen, Rennradfahren, Klettern und Bergsteigen.

Jakub Brzosko (Polen)

Jakub Brzosko ist der künstlerische Leiter des Bergfilmfestivals in Zakopane (Polen), welches heuer sein zehnjähriges Bestehen gefeiert hat. Er hat an der Universität der bildenden Kunst in Krakau und in Warschau Journalismus studiert. Über diese Studien hat er zum Film gefunden und auch schon mehrere Beiträge für das polnische Fernsehen gestaltet. Als Bergführer und Bergretter ist er in der Tatra unterwegs. Er klettert aus Leidenschaft und hat bereits an den größten Tourenschi-Bewerben der Welt teilgenommen. In den Jahren 2003 und 2004 war er Mitglied des polnischen Nationalteams für Tourenschirennen und war 2003 polnischer Meister in dieser Disziplin. Den Ausgleich zum sportlichen Wettkampf sucht er beim Segeln auf hoher See.